Spiel-Premieren

Samstag, 6. Januar 2007

SchreckLicht

Als letztes Spiel, bevor der Besuch das Weite suchte, konnte ich noch ein „SchreckLicht“ anbringen. Es zählt eigentlich eher zur Familie der Kartenspiele, womit denn auch geklärt wäre, wie ich am Ende des Spiels abgeschnitten habe.

Es besteht aus 36 Karten in drei Farben mit Werten von 0 bis 11. Jeder Spieler erhält 7 Stück davon: Eine offen vor sich ausliegend und sechs verdeckt auf die Hand. Womit dann auch gleich klar sein dürfte, dass mit 5 Spielern das Limit ausgereizt ist.

Reihum muss nun jeder eine Karte auslegen, wenn er an der Reihe ist. Auslegen bedeutet dabei: Er kann entweder eine Karte offen vor sich hinlegen, offen vor einem anderen Spiel auslegen oder mit einer Handkarte eine eigene offene oder eine offene Karte eines Mitspielers abdecken. Dabei gilt es nur zu berücksichtigen, dass vor jedem Spieler maximal vier offene und maximal eine verdeckte Karte liegen darf. Spätestens wenn dieses Maximum ausgereizt ist, endet eine von genau vier Runden, und dann werden Punkte verteilt.

Dazu gibt es ein zusätzliches Tableau mit einer Punktleiste, die bis 50 geht. Auf dieser wird für jede der drei Kartenfarben festgehalten, wie viele Punkte insgesamt in der Farbe offen ausliegen. Ein Marker wird also auch wieder zurück gesetzt, wenn eine offen liegende Karte mit einer anderen (die dann mit der Rückseite nach oben) abgedeckt wird. Sollten im Laufe der Runde 50 oder mehr Punkte in einer Farbe ausliegen, endet die Runde vorzeitig.

In der Regel haben am Rundenende die drei Marker eine definierte Reihenfolge. Zusätzlich liegen am Tableau drei Karten mit Siegbedingungen an – jede einer anderen der drei Farben zugeordnet. Wer nun die Bedingung der am weitesten vorne liegenden Farbe am besten erfüllt (z.B. „Die höchste Summe aller offenen Karten“ oder es gibt auch „Die niedrigste abgedeckte Karte“) bekommt die meisten Punkte, Platz zwei und drei gehen auch nicht leer aus, erhalten aber jeweils weniger. Die Bedingung der Farbe, deren Zählstein an zweiter Stelle steht, wird nur noch mit Platz eins und zwei und auch insgesamt weniger Punkten belohnt, während die dritte Bedingung in der besten Erfüllung dem entsprechenden Spieler nur noch einen läppischen Punkte bringt.

Es gibt insgesamt zwölf solcher Bedingungskarten, so dass jede im Laufe der vier Spielrunden genau einmal an die Reihe kommt. Wer dann die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt.

Also, vom Grundprinzip erinnerte es mich dann doch sehr stark an Fiji, dessen Kenntnisnahme für mich ja nun auch nicht gerade lange zurück liegt. Unterschiedliche Kombinationen von vorderfinierten Siegbedingungen, feste Anzahl unabhängig ablaufender Runden und die Spieler können durch ihre Spielweise Einfluß darauf nehmen, welche Priorität den Siegbedingungen am Ende zukommt.

Also viel Interaktion und entsprechend locker die Spielrunde. Allerdings auch viel Grübelpotential und – wenn wir schon beim direkten Vergleich sind – nicht ganz so leicht von der Hand zu spielen wie Fiji. Dafür ist hier durch direktes Eingreifen in die Auslage der Mitspieler der Ärgerfaktor schön hoch.

Mitspieler: Susanne, Monika, Cindy, Martin, ich
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Erste Wertung: 7 von 10 Punkten